Mahlzeitenaufteilung und Fütterungszeiten für Hunde
Wie viele Mahlzeiten braucht dein Hund?
Das ist ein weiteres strittiges Thema der Hundeernährung. Grundsätzlich sind sowohl eine als auch mehrere Portionen am Tag möglich. Aber auch hier gilt es individuell abzuwägen. Nachfolgende Aspekte sollten beispielhaft dabei in die Betrachtung und deine Entscheidung einfließen:
Krankheiten wie Pankreatitis, Diabetes mellitus oder Harnsteine bestimmen die Anzahl und den Turnus der Mahlzeiten. Bei Pankreatitis entlasten viele kleine Portionen die Verdauung, während bei Harnsteinen selteneres Füttern den pH-Wert im Urin niedrig hält. Bei einer Herzinsuffizienz oder Atembeschwerden, wie es bspw. bei brachyzephalen Rassen wie Mops oder Französischer Bulldogge verbreitet ist, entlastet eine häufige Fütterung kleiner Portionen die Belastung für den Kreislauf.
Welpen und Senioren benötigen mehrere Portionen am Tag. Ältere Hunde profitieren von einer Entlastung des Verdauungstrakts, während Welpen und Junghunde aufgrund ihres hohen Energiebedarfs auf mehrere Mahlzeiten angewiesen sind.
Dieser Punkt betrifft vor allem die mäkeligen oder unregelmäßig fressenden Hunde. Trockenfutter verdirbt weniger schnell als Nassfutter oder gekochte Rationen. BARF-Rationen sind am kritischsten und müssen nach dem Fressen direkt entfernt und gekühlt werden. Somit hängt die Fütterungshäufigkeit auch davon ab, wie schnell dein Hund seinen Napf leert.
Wie oft ist jemand zu Hause, um dem Hund Futter anzubieten und ihm auch die Möglichkeit zum Lösen zu geben?
Wenn es dir schwerfällt, einem bettelnden Hund zu widerstehen, kann es sinnvoll sein, ihn jeweils vor deinen Mahlzeiten zu füttern. So stellst du sicher, dass das Betteln eher eine Gewohnheit als wirklicher Hunger ist.
Und zu welchen Zeiten füttere ich dann?
Eng gekoppelt an die Anzahl der Mahlzeiten sind auch die Fütterungszeiten. Du hast hierbei drei Möglichkeiten:
Feste Zeiten
Von fixen Zeitpunkten profitieren vor allem Welpen und Junghunde, da es ihnen Struktur im Tagesablauf gibt. Auch bei magensensiblen Hunden profitieren von regelmäßiger Nahrungszufuhr, da so eine gleichmäßige Verdauung gefördert wird. Wenn dein Hund an Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus leidet, benötigt ihr zwingend einen festen Rhythmus, um Konstanz und Erfahrung in die Insulingaben zu bringen.
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