Übergewicht beim Hund: Ursachen, Symptome & Tipps zur Diät
Wusstest du, dass in Deutschland rund 52 % der Hunde übergewichtig sind? 😲
Diese alarmierende Zahl stammt aus einer Studie der LMU München [1] und zeigt: Übergewicht ist bei Hunden längst kein Einzelfall mehr – und es ist weit mehr als nur ein ästhetisches Problem.
Warum Übergewicht bei Hunden so gefährlich ist
Ein paar Pfunde zu viel können schwerwiegende gesundheitliche Folgen [2, 3] haben. Dazu zählen unter anderem:
▪️ Diabetes mellitus
▪️ Herz-Kreislauf-Erkrankungen
▪️ Gelenkprobleme und Arthrose
▪️ Harnwegserkrankungen und Harnsteine / -kristalle
▪️ eine verkürzte Lebenserwartung [4]
In dem übermäßig vorhandenem Fettgewebe werden Mediatoren gebildet, die zu chronischen Entzündungen im Körper führen und so unter anderem die oben genannten Erkrankungen auslösen. [5]
Besorgniserregend ist auch, dass Übergewicht oft erst spät erkannt wird – gerade weil es so weit verbreitet ist. In manchen Fällen werden sogar Besitzer schlanker Hunde darauf angesprochen, ob sie ihren Hund nicht „mal mehr füttern“ sollten. 🤔
Wann spricht man eigentlich von Übergewicht?
Da Hunde je nach Rasse sehr unterschiedlich groß und schwer sein können, wird Übergewicht prozentual zum Idealgewicht bewertet:
▪️ +20 % ist manifestiertes Übergewicht
▪️ +30 % nennt man dann Adipositas
Ursachen: Warum wird mein Hund zu dick?
Übergewicht ist die Folge eines Überschuss der zugeführten Energie gegenüber dem tatsächlichen Verbrauch. In den meisten Fällen resultiert es aus der Fütterung, sodass die Hunde über den Tag verteilt mehr Energie aufnehmen, als sie verbrauchen – oft unbemerkt. Ein paar Leckerlis hier, ein Kauknochen da… und schon ist das Kalorienkonto überzogen.
Doch es gibt auch weitere Gründe [6], die Übergewicht begünstigen:
Ist das Übergewicht einmal aufgefallen, wird der Weg zurück zum gesunden Wohlfühlgewicht mitunter lang und steinig. Bestehen bei deinem Hund Grunderkrankungen, sind diese im ersten Schritt zu behandeln und therapeutisch zu begleiten, da sie sonst den Abnehmerfolg vermindern können.
Der Weg zurück zum Idealgewicht
Einfach die Menge des bisherigen Futters zu halbieren, mag eine Möglichkeit sein, jedoch meist eine denkbar ungünstige. Insbesondere viele kommerzielle Fertigfutter sind darauf ausgelegt, dass eine bestimmte Energiemenge zugeführt wird, um alle Mikronährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralien zu decken. Verringerst du diese können Versorgungslücken die Folge sein. Das kannst du hier im Beispiel sehen:
Der Goldstandard zur Gewichtsreduktion ist hingegen die Reduktionsdiät. Dabei wird der Energiegehalt reduziert, ohne dass dein Hund auf wichtige Nährstoffe verzichten muss. Achte daher auf:
Die genaue Berechnung des Energie- und Nährstoffbedarfs deines Hundes sollte immer individuell durch einen Experten erfolgen - besonders bei gesundheitlichen Einschränkungen! Nur so kannst du sicherstellen, dass dein Hund nicht nur gleichmäßig und gesund abnimmt, sondern auch alles Essenzielle bekommt, was der Körper täglich benötigt.
Bewegung als Unterstützung
Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der Gewichtsreduktion – aber sie ersetzt keine angepasste Fütterung. Hunde bewegen sich sehr effizient, verbrauchen also relativ wenig Energie beim Spazierengehen. Effektiver sind:
▶️ regelmäßige Bewegung im Alltag wie bspw. kontrolliertes Treppensteigen
▶️ gezieltes Muskeltraining
▶️ Spiel und Toben in Maßen, um Gelenke zu schonen
Muskeln helfen nicht nur beim Abnehmen, sondern stabilisieren auch die Gelenke und verbrauchen Energie – sogar im Ruhezustand! Um dir einen Überblick über die Aktivität deines Hundes zu verschaffen, kannst du gern mein Bewegungstagebuch nutzen.
Fazit: Lass uns gemeinsam gegen die Pfunde ankämpfen
Übergewicht bei Hunden ist ein ernstes, aber lösbares Problem. Mit der richtigen Ernährung, Bewegung und professioneller Begleitung kannst du deinem Hund zu einem gesünderen, glücklicheren Leben verhelfen. ❤️
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